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Weltweit erster Live Stream aus der Natur
Am Donnerstag den 13. Dezember wird die sonami AG im Rahmen eines öffentlichen Vortrages und einer Pressekonferenz den weltweit ersten Live-Stream aus der Natur an der Hochschule Furtwangen vorstellen
Zusammen mit mehreren Projektgruppen der Fakultät Product Engineering/Wirtschaftsingenieurwesen (PE) der Hochschule Furtwangen University (HFU) hat die sonami AG mit Ihrem Sitz in Vaduz ein System entwickelt, das Geräusche aus der Natur mit außergewöhnlich guter Qualität aufnimmt und ohne Zeitverzögerung auf eine Internetplattform überträgt. Daniel Lathan, Geschäftsführer, Verwaltungsrat und Initiator des Unternehmens will gleichwohl Privatpersonen als auch Firmenkunden wie z.B. Hotels mit einem eigenen Wellnessbereich ansprechen.
Am Donnerstag, den 13. Dezember 2007, soll die weltweit erste permanente Live-Übertragung (Live-Stream) aus der Natur der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. In diesem Zusammenhang findet in Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen um 11.30 Uhr im Raum C0.09 am Campus Furtwangen eine Pressekonferenz statt. Eingeladen sind neben diversen Radio- und Fernsehsendern auch überregionale und regionale Zeitschriften und Zeitungen.
Um 21.00 Uhr findet dann ebenfalls am Campus Furtwangen im Raum C0.04 ein der breiten Öffentlichkeit zugänglicher Vortrag statt. Lathan, der u. a. einem Lehrauftrag an der Hochschule Furtwangen im Bereich „Lernen & Arbeiten“, „Moderieren & Präsentieren“ und „Event- und Veranstaltungsmanagement“ nachgeht, wird etwa eine Stunde lang über die Wirkung „realer“ Naturtöne und Soundmarken berichten. Parallel zu dem Vortrag, werden die Teilnehmenden immer wieder auf akustische Reisen geführt. Hierzu wird extra ein eigens entwickeltes Lautsprechersystem des schweizerischen Unternehmens KLANGWERK installiert. Das System arbeitet mit Schallwandlern der Marke MANGER, deren „Hörqualität einzigartig ist“, so Lathan.
Realisiert wird der erste Live-Stream von einem kleinen Waldbach in der Nähe von Triberg. An den dortigen Wasserfällen plant Lathan auch als nächstes ein speziell entwickeltes Surround-Mikrofon zu testen.
Das Gehäuse hierfür entwickelt sonami gerade zusammen mit einer Projektgruppe aus der Fakultät Product Engineering der Hochschule Furtwangen. Das eigentliche Herz dieser neuen Technik ist ein Algorithmus und kommt von der Fa. Illusonic (Schweiz). Im Laufe des nächsten Jahres soll dieser Algorithmus im Rahmen einer Applikation den Kunden von sonami online zur Verfügung stehen.
Lathan wird die von der Fa. Illusonic speziell auf die Aufnahmesysteme der sonami AG abgestimmte Applikation, die sonami Field Application (sFA), im Rahmen seines Vortrages vorstellen. "Der Privatuser wird zukünftig in seinem Login-Bereich unter www.sonami.de die Möglichkeit haben, das Format der Beschallung individuell zu verändern (mono/stereo), den Stream individuell auf den zu beschallenden Raum, die Lautsprecher oder Kopfhörer etc. anzupassen und seine Hörrichtung zu verändern, also den Stream um 360° um sich herum zu drehen. Neben dem sonami Panorama Sound (sPS) wird es auch die Möglichkeit des Audio Zooms geben (sonami Audio Zoom sAZ). „Unsere Firmenkunden erhalten zusätzlich die Möglichkeit, bis zu 10 Lautsprecher anzusteuern", so Lathan.
Dass sein Konzept so großen Anklang findet und auf Resonanzen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus stößt, bestätigt die scheinbar so simple Idee von dem in Schönwald wohnenden Diplom Wirtschaftsingenieur. Doch „das Know How und damit die Arbeit von beinahe zwei Jahren Entwicklungszeit stecken im Detail“, berichtet Lathan. Bereits vor fünf Jahren hatte er die Idee, die Natur so unverfälscht und real wie möglich interessierten Hörern nahe zu bringen. „Die letzte Konsequenz war es, keinen Ton aus der Konserve zu schaffen sondern live von den verschiedensten Orten der Erde zu übertragen.“ Diese Vision wird für alle Interessierten ab dem 13. Dezember über die Internetseite des Liechtensteiner Unternehmens hörbar (www.sonami.li).
Auch seitens der Fachwelt besteht ein großes Interesse. Das bestätigt ihm das positive Feedback aus seinem Vortrag „Natur hören: live! – vom Field-Recording zum Field-Streaming“, den Lathan im Rahmen einer Projektwoche am 05.11.2007 an der Hochschule Offenburg hielt.
Aufgrund seiner Theorie, dass Naturtöne durch den Menschen komplett anders verarbeitet werden als synthetisch erzeugte Musik, ist Lathan gern gesehener Gast bei Fachvorträgen, Seminaren und Messen der Audiobranche. So wird er als nächstes am 2. Dezember auf der High-End Ausstellung im Klangschloss Greifensee (Schweiz) über seine Erfahrungen mit „realen“ Naturtönen berichten.
Eine Frage wird den HFU-Ehemaligen jedoch in beinahe jedem Vortrag gestellt: „Gibt es noch Orte die akustisch „unbelastet“ sind?“
Seine Antwort dazu lautet:
„Das ist eine Frage die ich nur schwer beantworten kann. Aufgrund meiner Erfahrung würde ich schätzen, dass es sich dabei ebenso verhält wie mit der Menge an live gehörter Musik. 99% des Gehörten stammt heute aus der Konserve, 1% ist live. Ich schätze, dass 99% unserer Umwelt akustisch „verunreinigt“ ist. Denken Sie nur an den extrem niederfrequenten Fluglärm der beinahe unseren ganzen Globus mehr oder weniger konstant beschallt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es enorm schwierig ist eben diese 1% akustisch unbelastete Natur ausfindig zu machen. Dabei konnte ich mich nicht einmal auf Hinweise oder Ratschläge von Freunden und Bekannten verlassen. Ich habe festgestellt, dass unsere Art Bilder wahrzunehmen sich scheinbar auf unsere Art zu hören auswirkt. Unsere Wahrnehmung wird oberflächlicher. In einer Zeit der medialen Reizüberflutung die logische Konsequenz. Unser Gehirn versucht eben mit der Geschwindigkeit mitzuhalten. Da werden auf den ersten Blick weniger wichtige Aspekte der uns umgebenden Realität nicht bewusst wahrgenommen. Unser Unterbewusstsein nimmt aber mehr wahr als wir auf Anhieb vermuten. Interessanterweise konnte ich beobachten, wie sich mein Gehör scheinbar zunehmend verbessert hat. Je öfter ich in der Natur war und dieser gelauscht habe, desto mehr konnte ich Störfaktoren hören und lokalisieren. Natürlich hat sich nichts an meiner Hörphysiologie geändert. Aber ich konnte meine Wahrnehmung schulen – das Unbewusste ins Bewusste heben. Nutzer unserer Internetseite berichten ähnliche Phänomene. Ich persönlich empfinde es nicht als störend auf einmal das Sendesignal meines Mobiltelefons während eines Gespräches im Lautsprecher zu hören oder eben das 3km entfernte Geräusch eines Traktors. Vielleicht ist es das, was mich an der Idee zu sonami gereizt hat: Dem Menschen die Natur wieder ein Stückchen näher zu bringen und ihm bewusst zu machen, dass natürliche Klangumfelder die Lebensqualität steigern. Die Natur benutzt Töne und Harmonien auf eine sehr spezielle Art und Weise. Das steigende Interesse an Field-Recording scheint zu bestätigen, dass sich auch Musiker dessen immer mehr bewusst werden.“
Lathan selber sieht sich nicht als Musiker sondern als Unternehmer mit unterschiedlichsten Interessen in den Bereichen Physik, Neurowissenschaft, Psychologie u.a.
Lathan: „ Ich denke, dass es besonders wichtig ist, wenn man sich vorgenommen hat, den Ton der Natur einem breiten Publikum zugänglich zu machen, sein eigenes Ego möglichst weit hinten anzustellen. Nicht einzugreifen und nicht zu manipulieren. Die Musiker sind für mich die Vögel, Tiere, Blätter, die durch den Wind Geräusche verursachen oder das Wasser, das einen Bachlauf hinab rinnt. Ebenso wie unser Ohr eine Zwischenstellung zwischen dem Auge als Fernsinn und den Nahsinnen wie Schmecken und Tasten hat, sehe ich mich in einer Art Zwischenstellung zwischen Künstler und Unternehmer.
Vielleicht bin ich eine Art Vermittler zwischen Natur und Mensch.
Unserem Ohr wird übrigens auch eine vermittelnde Funktion zugeschrieben: Das Ohr sorgt für Harmonie im Orchester der Sinne. Es vermittelt Stimmung, individuelle Erlebnisse und zutiefst emotionale Erfahrungen. Das Auge führt den Menschen in die Welt, das Ohr führt die Welt in den Menschen ein.“
Und so plant Lathan auch eine Stiftung, die – ähnlich dem Konzept der GEMA-Gebühren – den Musikern, also der Natur, einen Teil der Einnahmen zuführen wird. Unterstützt werden sollen Projekte die zur Erhaltung der Umwelt dienen.
Außerdem stellt sich uns und jedem potenziellen Kunden doch noch eine entscheidende Frage: Gibt es nicht bereits genug Wellness-CDs mit Aufnahmen aus der Natur?
Lathan dazu: „ Ja und Nein. Der Markt ist voll von Entspannungs- und Anti-Stress CDs. Wir haben eine Vielzahl der Produkte in ausgiebigen Probandentests auf die Probe gestellt und mussten feststellen, dass nur wenige tatsächlich das halten, was mitunter aufwendig durchgeführte Marketingkampagnen versprechen. Ganz im Gegenteil die Töne verursachen bei dauerhafter oder wiederholter Beschallung sogar Stress. Die Ursachen hierfür liegen in erster Linie bei der Aufnahmetechnik. Die Nachbearbeitung im Tonstudio erledigt dann meistens den Rest. Der Schweizer Schriftsteller Robert Walser hat einmal gesagt: „Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es.“ Die Natur ist bedeutend und sollte daher möglichst unverfälscht wahrgenommen werden. Die Anstrengungen, die Andere unternehmen, um Klanglandschaften aufwendig in teuren Tonstudios „nachzubearbeiten“ oder mit künstlichen Klängen zusätzlich zu unterlegen, können sich auf eine stresslindernde Wahrnehmung kontraproduktiv auswirken. Wir haben daher unser Augenmerk hauptsächlich auf die Mikrofon-, Aufnahme-, und Übertragungstechnik gelegt. Es ist uns gelungen, mehrere Mikrofonsysteme zu entwickeln, die das Klangbild Ihrer Umgebung so aufnehmen, dass es bei der Wiedergabe als nicht störend empfunden wird. Im Rahmen von Hörakustischen Tests konnten wir feststellen, dass sich unsere Aufnahmen positiv von denen mit der klassischen Stereophonie, oder diversen bekannten Mikrofonanordnungen (XY, Bluemlein, etc.) gemachten Aufnahmen, abheben. Unsere Aufnahme-Setups sind in der Lage, eine sehr breite Palette von Klängen in der Natur so einzufangen, dass es keinerlei Nachbearbeitung bedarf.
Ab einem Betrag von 4,99 EUR/Monat wird der Privatuser ab dem 13. Dezember live dem Schwarzwaldbach lauschen können und aus einer permanent wachsenden Anzahl von Aufnahmen wählen können – vom Gewitter am Bodensee bis hin zum Meeresrauschen aus der Karibik.
Die ersten Streams können bereits jetzt schon in Form eines Testzgangs unter www.sonami.de probegehört werden.
Und zu guter letzt ein wenig Zukunftsmusik. Lathan, der sich einmal in der Woche auch als Lehrer an der Hauptschule in Gütenbach engagiert, fehlt es nicht an neuen Ideen. So berichtet er von sehr positiven Ergebnissen aus der Beschallung mit „realen“ Naturtönen während Lehrveranstaltungen. Außerdem plant er im Rahmen von Großevents Naturklangkonzerte in denen man z.B. ganze Marktplätze mit sonami Live-Streams aus der Natur beschallt oder aber den Klang der Großstadt einmal in die Natur projiziert. Außerdem will Lathan zukünftig sein Augenmerk mehr auf seine Vorträge und Workshops aus dem Bereich Kreativität legen.
Im Rahmen seines Vortrages an der Hochschule Furtwangen wird er noch weitere Ausblicke auf die Zukunft seines Unternehmens geben und Einblicke in die verwendeten Technologien der sonami AG geben.
Autor: sonami AG, Vaduz
Links:
Fakultät Product Engineering/Wirtschaftsingenieurwesen (PE) der Hochschule Furtwangen University (HFU)
Hochschule Furtwangen University (HFU)
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